Steigende Arbeitslosigkeit in Österreich: Ursachen, betroffene Gruppen und Perspektiven für den Jobmarkt

Arbeitslosigkeit Österreich

Seit April 2023 steigt die Arbeitslosigkeit in Österreich kontinuierlich an. Ende November 2025 meldete das AMS 399.199 Personen als arbeitslos oder in Schulungen. Andere Quellen sprechen von etwa 435.000 Personen, einschließlich Schulungen, bis Ende Dezember 2025. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass der Anstieg dauerhaft sein könnte.

Die Langzeitarbeitslosigkeit wächst als struktuelles Problem. Im November 2025 meldete Arbeit plus rund 95.472 langzeitarbeitslose Personen. Das AMS berichtete Ende Dezember 2025 von 102.491 Fällen. Dies zeigt, dass die Situation sich verschärfert. Langzeitarbeitslosigkeit beeinträchtigt die Versorgung und die Chancen auf Wiedereingliederung erheblich.

Konjunkturelle Schwankungen, ein beschleunigter Strukturwandel und budgetäre Einsparungen sind die Hauptursachen. Die Nicht-Indexvalorisierung von Fördermitteln schwächt die Wirksamkeit der Arbeitsmarktpolitik. Dies bedroht etwa 20.000 Arbeitsplätze in sozialen Betrieben, wie Analysen von arbeit plus und SWÖ zeigen.

Der Artikel verbindet amtliche AMS-Statistiken mit Analysen von arbeit plus, SWÖ und SORA-Studien. Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen Zahlen, betroffenen Gruppen und politischen Maßnahmen zu erklären. Leserinnen und Leser sollen fundierte Orientierung für Debatten zur Arbeitsmarktpolitik erhalten.

Aktuelle Entwicklung und Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Österreich

Der Arbeitsmarkt in Österreich zeigt ein wechselhaftes Bild. Die AMS-Statistik verzeichnet seit April 2023 einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Kurzfristige Schwankungen überlagern einen Aufwärtstrend. Saisonale Effekte und konjunkturelle Einflüsse erklären Teile der Volatilität.

Trend der letzten Monate und Jahre

Die Monatsreihen des AMS zeigen höhere Bestände 2024/2025 im Vergleich zu 2022/2023. Beispiele aus 2025 zeigen starke Schwankungen. Jänner 365.746, Februar 347.424, März 316.347, April 311.838, Mai 375.347 und Dezember 363.006 (exkl. Schulungen).

Im November 2025 meldete arbeit plus 399.199 Arbeitslose inklusive Schulungen. Diese Zahlen deuten auf einen belasteten Arbeitsmarkt hin. Kurzfristige Rückgänge wechseln mit erneuten Anstiegen.

Langzeitarbeitslosigkeit und Verfestigung

Die Langzeitarbeitslosigkeit nahm spürbar zu. Ende Dezember 2025 waren 102.491 Personen langzeitarbeitslos, ein Plus von 12,8 % zum Vorjahr. arbeit plus meldete im November 2025 95.472 Langzeitarbeitslose.

Die Vormerkdauern sind signifikant angestiegen. Im November 2025 lag die durchschnittliche Vormerkdauer beim AMS bei 198 Tagen. Personen ab 50 waren deutlich länger vorgemerkt – im Schnitt 284 Tage. Rund 40.000 Betroffene 50+ hatten eine Vormerkzeit von durchschnittlich 555 Tagen.

Frühere Analysen von SORA/Schönherr zeigen, dass ältere Menschen, Personen mit niedriger Bildung und Menschen mit Migrationshintergrund bereits während der Pandemie überproportional von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen waren.

Arbeitslosenquote und regionale Unterschiede

Die Arbeitslosenquote schwankte 2024/25 zwischen etwa 5,3 % und kurzfristigen Spitzen von 8,6 %. Im Dezember 2025 lag die Quote bei 5,8 %. Solche Schwankungen spiegeln saisonale Muster und strukturelle Belastungen wider.

Regionale Unterschiede sind ausgeprägt. Die Steiermark verzeichnete im November 2025 den stärksten Anstieg mit +6,8 %. Steiermark, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg meldeten überdurchschnittliche Zuwächse bei der Langzeitarbeitslosigkeit – in Teilen um rund +20 %.

  • Lokale Industrie- und Betriebsstrukturen beeinflussen die Entwicklung.
  • Unternehmensankündigungen wie bei Voestalpine wirken regional verstärkend.
  • Kommunale Budgetkürzungen verschärfen die Lage in betroffenen Bezirken.
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Ursachen der steigenden Arbeitslosigkeit: Konjunktur, Strukturwandel und Budgetkürzungen

Die Ursachen für die steigende Arbeitslosigkeit in Österreich sind vielfältig. Sie reichen von konjunkturellen Schwankungen bis hin zu langfristigen Strukturveränderungen und Budgetkürzungen. Diese Faktoren wirken sich gegenseitig aus und beeinflussen den Arbeitsmarkt stark.

Konjunkturelle Einflüsse führen zu sinkender Nachfrage und weniger Stellenangeboten. Die Wirtschaft schwächelt, was besonders die Industrie, den Handel und den Tourismus trifft. Personalabbau bei großen Unternehmen wie Voestalpine in Mürzzuschlag und Kindberg hat weitreichende Folgen.

Konjunkturelle Schwankungen beeinflussen auch die Arbeitslosigkeit nach Geschlecht. Männer sind in der Industrie stärker betroffen. Frauen leiden in Dienstleistungszweigen wie Tourismus, wenn Saisonbetriebe drosseln.

Strukturelle Faktoren wie Automatisierung, technologische Umbrüche, Globalisierung und demografischer Wandel verändern den Arbeitsmarkt. Sie erfordern neue Qualifikationen und verändern die Nachfrage.

Studien zeigen, dass Arbeiterberufe besonders betroffen sind. Produktions- und Dienstleistungsarbeiter machen einen großen Teil der Arbeitslosen aus. Qualifikationslücken verlangsamen die Wiedereingliederung.

Das aktivierende Paradigma seit den 1990er-Jahren konzentriert sich auf individuelle Defizite. Dies führt zu Diskussionen über die Effizienz des AMS-Interventionsmix und die selektive Zuteilung von Ressourcen.

Auswirkungen von Budgetkürzungen und fehlender Indexvalorisierung beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. Nominal stabile Budgets können bei hoher Inflation reale Einbußen bedeuten und Förderungen faktisch kürzen.

  • Projektstreichungen oder Reduktionen—beispielsweise NsBA-Einstellungen in der Steiermark—schränken Betreuungsangebote ein.
  • Kürzungen bei Gesundheitsfonds und Sozialministerium führen zu weniger Plätzen und reduziertem Stundenumfang in sozialen Betrieben.
  • Reale Budgetverluste erhöhen langfristig die Kosten durch steigende Ausgaben für Arbeitslosenversicherung, Notstandshilfe und Sozialhilfe.

Die Kombination aus anhaltender Konjunkturschwäche, Strukturwandel und Budgetkürzungen erklärt die aktuelle Arbeitsmarktdynamik. Die Debatte um Indexvalorisierung wird daher immer dringender. Besonders für die Planungssicherheit von Fördermaßnahmen ist dies von großer Bedeutung.

Betroffene Gruppen: Frauen, ältere Menschen, Jugendliche und Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss

Arbeitslosigkeit betrifft nicht alle gleich. Es gibt geschlechtsspezifische Effekte und strukturelle Barrieren für ältere Arbeitslose. Hier werden zentrale Problembereiche beleuchtet und mögliche Lösungen vorgeschlagen.

Frauen und geschlechtsspezifische Benachteiligung

Arbeitslosigkeit bei Frauen steigt stark an. Lokale Träger wie arbeit plus sehen hier ein Problem. Politische Maßnahmen sind nicht die einzige Ursache.

Teilzeit, Care-Pflichten und begrenzter Zugang zu Weiterbildung verschärfen die Situation. Expertinnen wie Sabine Vollmann betonen die Bedeutung struktureller Hindernisse.

Ältere Arbeitslose und lange Vormerkdauern

Vormerkzeiten sind im Schnitt über sechs Monate. Bei der Gruppe 50+ sind die Zeiten noch länger.

Langfristige Arbeitslosigkeit betrifft ältere Arbeitskräfte stark. Diskriminierung, Qualifikationsverfall und hohe Einstiegsbarrieren sind Hauptursachen.

Jugendliche, Ausbildungslücken und Förderkürzungen

Jugendbeschäftigung leidet unter Kürzungen. Projekte für junge Menschen und Übergangsangebote wurden reduziert oder geschlossen.

Branchen wie Tourismus treffen junge Menschen früh. Ohne gezielte Investitionen drohen dauerhafte Lücken in Ausbildung und Beschäftigung.

Personen mit niedrigem Bildungsabschluss und Migrantinnen/Migranten

Personen mit niedrigem Bildungsniveau machen einen großen Anteil der Langzeitarbeitslosen. Ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sind ebenfalls stark vertreten.

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Hohe Armutsgefährdung, schlechterer Zugang zu Qualifizierung und Stigmatisierung sind typische Folgen. Das AMS muss niedrigschwellige, sprachlich angepasste Angebote ausbauen.

  • Kurzfristig sind gezielte Aktivierungsmaßnahmen nötig.
  • Mittel- bis langfristig sind Qualifizierung und barrierefreie Zugänge entscheidend.
  • Regionale Kooperationen zwischen AMS, Sozialverbänden und Betrieben können Übergänge stabilisieren.

Regionale Ausprägungen und lokale Beispiele

Arbeitsmarktliche Entwicklungen zeigen deutliche regionale Unterschiede. Diese beeinflussen, wie Menschen Zugang zu Jobs, Förderprogrammen und Wiedereinstiegsmöglichkeiten finden. Ein genauerer Blick auf die Bundesländer zeigt, wo es strukturelle Schwächen gibt und wo Eingriffe nötig sind.

Bundesländervergleiche

Im November 2025 stieg die Arbeitslosigkeit in der Steiermark um +6,8 %. Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg verzeichneten ebenfalls hohe Zunahmen bei Langzeitarbeitslosigkeit.

Die Industriebranche erklärt diese Unterschiede. Stahl- und Maschinenbauzentren reagieren stärker auf Wirtschaftsschwankungen als Dienstleistungssektoren.

Fallbeispiele und kommunale Projekte

Gramatneusiedl in Niederösterreich ist ein Beispiel für ein lokales Gegenmodell. Das Modellprojekt Arbeitsplatzgarantie Marienthal (MAGMA) bietet gemeinnützige Beschäftigung, um Teilnehmern den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

In der Steiermark stehen 185 Teilnehmer*innen an 56 Standorten vor dem Verlust ihrer Beschäftigung durch Projektschließungen und Budgetkürzungen. EU-Mittel könnten helfen, aber die Zukunft ist unsicher.

Arbeit plus betreibt ein Netzwerk mit 200 Sozialen Unternehmen und 20.000 Beschäftigten. Kürzungen im Budget bedeuten Verlust von Kapazitäten und Fachkräften.

Wirtschaftliche Lokalfaktoren

Die Verwundbarkeit von Regionen wird durch lokale Branchenexposition bestimmt. Entscheidungen großer Arbeitgeber, wie Personalabbau, können Kaskadeneffekte auslösen.

Regionale Politik und Landesbudget beeinflussen die Projekte. Kürzere Förderzeiträume und weniger Betreuungsplätze erhöhen das Risiko von festgefahrenem Arbeitslosigkeit.

  • Lokale Betriebsstruktur: prägte resiliente und anfällige Regionen.
  • Kommunale Initiativen: können kurzfristig Beschäftigung schaffen und Qualifikation stärken.
  • Finanzierungsquellen: EU-Mittel und Landeszuschüsse sind oft entscheidend für lokale Projekte.

Rolle des AMS, Arbeitsmarktpolitik und Fördermaßnahmen

Das AMS ist ein zentraler Akteur in der österreichischen Arbeitsmarktpolitik. Es fungiert als Datenträger, Vermittler und Steuermann von Fördermaßnahmen. Die offiziellen Monatsbestände liefern wichtige Daten zur Arbeitslosigkeit und zur Schulungsteilnahme. Diese Daten sind für Vergleiche mit internationalen ILO-Statistiken essentiell.

Die Vermittlung kombiniert persönliche Beratung mit algorithmusgestützter Priorisierung. Dies führt zu Effizienzgewinnen, aber auch zu Debatten über Transparenz und Fairness. Experten betonen, dass neben digitalen Tools auch qualitative Betreuung notwendig ist, um nachhaltige Beschäftigung zu fördern.

AMS-Definitionen bestimmen, wer als Arbeitsloser gilt. Dieser Status bestimmt, wer Fördermaßnahmen und Qualifizierungen erhalten kann.

Seit 1969 hat sich die Arbeitsmarktpolitik von reiner Fürsorge zu aktivierenden Maßnahmen entwickelt. Heute umfasst das Spektrum Schulungen, Umschulungen, niederschwellige Beschäftigungsprojekte und spezielle Programme für Jugendliche.

Praxisstudien zeigen, dass gezielte Qualifizierung und individuelle Betreuung den Wiedereinstieg verbessern. Allgemeine Maßnahmen ohne spezifische Zielgruppe sind weniger wirksam.

Fördermaßnahmen wie Umschulungen in Pflegeberufen können Lücken im Arbeitsmarkt schließen. Soziale Unternehmen berichten jedoch von Herausforderungen, wenn Budgets reduziert werden.

Budgetkürzungen und fehlende Indexierung belasten AMS- und Sozialbudgets. Dies führt zu Reduktionen in Angeboten und eingeschränkter Betreuung. Bei steigender Langzeitarbeitslosigkeit ist ein erhöhter Ressourcenzufluss notwendig.

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Organisatorische Hürden wie algorithmische Priorisierung und regionale Ressourcenunterschiede beeinflussen die Angebotsstruktur. Ohne klare Evaluationskriterien drohen Fehlsteuerungen bei Fördermaßnahmen.

Die politische Debatte konzentriert sich auf Effizienz versus Gerechtigkeit. Es wird diskutiert, ob mehr Mittel zielgerichtet eingesetzt werden oder ob strukturelle Reformen notwendig sind, um Nachhaltigkeit zu sichern.

Perspektiven und Lösungsansätze für den Jobmarkt

Die aktuelle Situation erfordert eine umfassende Arbeitsmarktstrategie. Diese muss kurzfristige Stabilisierung, mittelfristige Qualifizierung und langfristige soziale Investitionen umfassen. Es ist entscheidend, dass Bund, Länder, Sozialpartner und AMS abgestimmte Maßnahmen entwickeln. Ziel ist es, Verfestigung zu verhindern und nachhaltige Wiedereinstiegsmöglichkeiten zu schaffen.

Kurzfristige Maßnahmen

  • Budgetstabilisierungen und Indexvalorisierung sichern die Handlungsfähigkeit der arbeitsmarktpolitischen Programme. Ohne Inflationsanpassung drohen reale Einschnitte.
  • Niederschwellige Angebote wie Streetwork, Jugendzentren und NsBA brauchen gezielte Finanzierung—Landes- und Bundesmittel kombiniert mit EU-Förderungen.
  • Kurzfristige Beschäftigungsprogramme und lokale Jobgarantien stoppen Verfestigung und erhalten arbeitsmarktrelevante Strukturen.

Mittelfristige Strategien: Qualifizierung und Integration

  • Ein Ausbau beruflicher Weiterbildung erhöht die Beschäftigungsfähigkeit—modulare, praxisorientierte Qualifikationen sind besonders wirkungsvoll für ältere Arbeitskräfte und Personen mit niedrigem Bildungsabschluss.
  • Programme zur Förderung des Wiedereinstiegs von Frauen müssen Vereinbarkeit von Care und Arbeit verbessern und Wege in qualifizierte Vollzeitbeschäftigung öffnen.
  • Übergangsangebote für Jugendliche—Produktionsschulen und Ausbildungsbegleitung—vermindern Abbrüche und stärken die nahtlose Integration in den Arbeitsmarkt.
  • Der AMS-Interventionsmix braucht Transparenz: Algorithmische Entscheidungen und Ressourcenzugang müssen überprüfbar und fair sein.

Langfristige Reformen und soziale Investitionen

  • Regionale Investitionsprogramme unterstützen strukturschwache Gebiete und fördern Wachstum in Zukunftsbranchen.
  • Soziale Investitionen stärken soziale Unternehmen und sichern Arbeitsplätze im Sozialbereich—dies schafft Stabilität in Krisenzeiten und trägt zur konjunkturellen Stabilisierung bei.
  • Präventive Bildungspolitik und lebenslanges Lernen reduzieren langfristig Arbeitslosigkeit. Reformen der Arbeitslosenversicherung und Transition-Modelle sind nötig, um Langzeitarbeitslosigkeit zu senken.
  • Ein Kosten-Nutzen-Argument spricht für Investitionen in Qualifizierung und Betreuung—heutige Ausgaben senken künftige Sozial- und Gesundheitskosten.

Die Kombination aus kurzfristigen Maßnahmen, Qualifizierung und sozialen Investitionen bildet die Grundlage für eine resiliente Arbeitsmarktstrategie. Klare Prioritäten und evaluierbare Ziele sind unerlässlich, um den geplanten Wiedereinstieg in stabile Beschäftigung zu sichern.

Fazit

Österreich steht vor Herausforderungen durch konjunkturelle Belastungen, strukturellen Wandel und Budgetkürzungen. Diese Faktoren haben Ende 2025 zu Arbeitslosenzahlen von 399.000 bis 435.000 geführt. Die Langzeitarbeitslosigkeit stieg um 12–13 %—ein Zeichen für strukturelle Schwächen.

Die Arbeitsmarktpolitik sieht kurzfristiges Sparen als teuerer langfristig. Fehlende Indexvalorisierung und Einsparungen bei Förderprogrammen gefährden regionale Integrationsstrukturen. Ohne gezielte Gegenmaßnahmen drohen dauerhafte Entkopplungen von Angebot und Nachfrage.

Konkrete Schritte sind erforderlich: Budgetindexierung, Rettung und Ausbau niederschwelliger Maßnahmen. Eine Qualifizierungsoffensive für ältere Arbeitnehmende, Frauen und Jugendliche ist ebenso wichtig. Regionale Jobgarantien und Investitionen in soziale Unternehmen verbessern die Perspektiven und senken die Kosten der Langzeitarbeitslosigkeit.

Informieren Sie sich differenziert—hinter jeder Statistik stehen Menschen. Die politische Gestaltung der nächsten Monate entscheidet, ob Arbeitslosigkeit in Österreich nur temporär steigt oder zu einem längerfristigen Problem wird.