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Websitebaker 2.8 – Das Warten lohnt

Die Integration von jQuery legt den Grundstein für WB 3.0.

Wie so oft: Das Paket ist geschnürt, dann kommen plötzlich die Vorschläge und Wünsche. Und tatsächlich wurde wieder aufgeschnürt und Vieles aufgegriffen, schließlich liegt in WB 2.8 der Grundstein für WB 3.0.

Zurecht sorgte die etwas dürre Liste der Neuerungen für – na ja – wenig Begeisterung. So richtig "knackig" klang das alles nicht. Und so wurden einmal mehr die Rufe nach Integration eines Javascript Frameworks laut. Klar: Wir haben 2009, die Browser funktionieren mittlerweile recht gut und – warum nicht? Selbst hartgesottene Puristen müssen mittlerweile die Vorteile anerkennen.

Was ist und tut ein "Javascript-Framework"?

In einem Framework sind Funktionen und Befehle fertig zusammengefasst, die man sonst umständlich selbst machen müsste. Ein besonderer Vorteil dabei ist, dass das alles gut getestet ist und auf verschiedensten Browsern läuft. Man kann also mit vergleichsweise wenig Aufwand einfach darauf zugreifen.

Diese Javascript-Funktionen haben im Wesentlichen damit zu tun, "Dinge" auf einer Webseite – ohne Neuladen - zu erzeugen, zu ändern, zu kontrollieren. Für fallende Schneeflocken braucht man kein Framework, aber wenn Formularfelder bei Bedarf dynamisch erzeugt werden sollten, Bilder oder Tabellenzellen verschiebbar sein sollen – und das Ganze auch noch im Hintergrund vom Server verarbeitet werden soll – dann ist es gut, auf die gesammelte Erfahrung vieler Javascript-Programmierer zurückgreifen zu können.

Im AMASP gibt es bereits etliche Module, die jQuery nutzen.

jQuery Integration

Es gibt etliche derartiger Frameworks und die Entscheidung für jQuery ist wahrlich nicht einstimmig gefallen. Ausschlaggebend war letztlich die stabile Weiterentwicklung, die unkomplizierte Handhabung und nicht zuletzt die sparsame Dateigröße von jQuery. Klar haben (ältere) Frameworks wie Prototype oder MooTools mittlerweile einen größeren Funktionsumfang, allerdings kommt man in aller Regel mit den Kernfunktionen aus.

Und hier kommt auch eine weitere Neuerung von WB 2.8 ins Spiel: Das "Skinable Backend", also die Möglichkeit, das Backend relativ frei zu gestalten. Dazu kann auch gehören, die Funktionen eines Frameworks zu nutzen. Nur: welches? Wenn jQuery verfügbar ist, werden Entwickler es auch verwenden, statt mit eigenen Basteleien aufzuwarten.

Mögliche Probleme

Es kann (und wird) zu Konflikten mit Modulen kommen, die ihr eigenes Framework mithaben. Diese Module funktionierten oft nicht mehrfach auf einer Seite oder gemeinsam mit anderen. Potentielle Kandidaten sind vor allem Bildergalerien, besonders wiederum jene, die bereits jQuery verwenden, aber es selbst mitbringen. Die Folge: Die JS-Funktionen fallen aus, es ist als ob Javascript ausgeschaltet wäre. Eine schnelle Reparatur ist dann oft nicht machbar und die Entwickler der Galerien sind mittlerweile über alle Berge.
Wenn dann auch noch in den Core-Dateien selbst auf Frameworks zugegriffen wird (zb die verschiebbaren Menüpunkte in der Seitenübersicht), dann ist das Chaos perfekt.

Eine weitere mögliche Gefahr: jQuery ist – wie auch der FCK-Editor – eine externe Komponente. In der Vergangenheit zeigten sich diese öfter mal als Problemstellen oder gar als Sicherheitslücken. Bei jQuery an sich ist diese Gefahr natürlich gering, aber es kommt drauf an, was man daraus macht. Die Einfachheit könnte manchen Modulentwickler zur Unachtsamkeit verführen.

Und was hat der WB-User letztlich davon?

Wichtig ist zunächst einmal, DASS eine Entscheidung getroffen wurde. Wie weit in WB 2.8 bereits nennenswerte Funktionen verwendet werden ist noch unklar, aber sicher ist: Für die nächsten Versionen wurden die Weichen gestellt und es wird ein Modul nach dem anderen auf die neuen Möglichkeiten zugreifen.

Zuerst einmal im Backend: Die nervigen Up/Down-Schalterchen werden zunehmend durch bequemes Drag&Drop ersetzt, Eingabemasken können ein/ausgeschaltet werden, Felder ergänzt werden, schwebende Paletten mit nützlichen Funktionen werden Einzug halten.

Und natürlich auch im Frontend: Es wird bessere, praktische Bildergalerien geben, Formulare und Kommentarfunktionen, die ohne Neuladen geschmeidig funktionieren und vieles mehr. Freuen wir uns drauf!

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Kommentare:

03.06.2009

Kirk Monteux

Und wie ich/wir uns freuen :-))

24.06.2009

kdw1

und wann dürfen wir uns endlich freuen??

30.06.2009

noname

So wie es aussieht in rund 11 Stunden, vorausgesetzt der neue Termin verschiebt sich nicht nochmals:
http://project.websitebaker2.org/roadmap

05.07.2009

mr-fan

...es werden noch kurzfristig wichtige bestandteile in den RC gebaut das backendtheme von argos mit ein paar extras und ein dropletplugin für den FCKeditor...2.8 wird eine runde sache!

31.07.2009

Designersart

Was mir bei Websitebaker gehörig auf die Nerven geht: Das man die Website immer nur mit einem Unterordner "/pages" anzeigen kann. Klar, kann man umbenennen - aber der Unterordner bleibt zwangsweise. Wenn man DAS mal verändern könnte... Ansonsten halte ich Websitebaker für ein Top-CMS. An die Bedienfreundlichkeit kommen andere CMS kaum ran!

01.08.2009

chio

Das Problem dabei wäre gar nicht WB selbst, es sind die Module.

Trotzdem hätte man bei WB2.8 diese Möglichkeit zumindest vorsehen können, stimmt. Dann würde man bis WB2.9 auf Erfahrungen zurückgreifen können. Jetzt kann wieder jeder selbst am Core rumfrickeln, der damit experimentieren möchte.

01.08.2009

Nobody

Kann WB doch schon seit Jahren. Setzt voraus, dass der Server das schreiben von PHP Dateien im Root zulässt.

Wenn er das kann, einfach das Feld /pages in den Erweiterten Optionen komplett leer lassen. Dann landen neu erzeugte Seiten im Hauptverzeichnis von WB, und nicht in einem Unterordner. Siehe z.B. http://start.websitebaker2.org/. Dort liegen die Seiten in /en, /de, ...

03.08.2009

Designersart

@ Nobody: Na dann muss ich das mal ausprobieren. Bisher gab es immer nur Fehlermeldungen. Wie kann ich denn von außen ohne großes rumexperimentieren erkennen, ob der Server das kann? Per phpinfo.php?

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